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Treppe im Palazzo Madama in Turin
Filippo Juvarra legte das von 1718 bis 1721 errichtete Treppenhaus
des Palazzo Madama - eines städtischen Residenzschlosses in
der piemontesischen Hauptstadt Turin - als einen querrechteckigen,
sich über die Breite und die gesamte Höhe des Palastes
hin entwickelnden Saalbau an.
Dieser Treppentypus konstituiert sich aus zwei gegenläufig-symmetrischen
Läufen, welche zunächst in entgegengesetzter Richtung
aus dem Vestibül nach oben führen und nach einem Wendepodest
wieder zusammenlaufen. Dort münden sie ein auf eine freie Plattform,
welche zwischen der Fassadenfront mit ihren repräsentativen
Balkonen und dem Festsaal vermittelt. Durch diese Plattform wird
die Kluft des unteren Treppenanstiegs überbrückt.
Der Besucher erlebt den Aufstieg aus dem relativ dunklen, niedrigen
Vestibül über den zunächst von Wänden eingefaßten
Treppenlauf in den hohen, lichten und von einer kolossalen Pilasterordnung
ausgezeichneten Saal des Treppenhauses als gemessene, sich steigernde
und in beiderlei Wortsinn erhebende Entwicklung.
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